Pistolentaschen

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Noch bis etwa Mitte der 60er Jahre verwendeten die bewaffneten Organe der DDR  -hier vor allem die Volkspolizei und die Betriebskampfgruppen- aufgrund von Lieferengpässen der UdSSR auch deutsche Faustfeuerwaffen aus dem 2. Weltkrieg. Dies war neben der legendären Pistole 08 (9 mm) auch die Walther P 38 (9 mm), deren 1961 für die DVP hergestellte Tasche hier links im Bild zu sehen ist. Rechts im Bild eine Pistolentasche für die Pistole M (9 mm). Die UdSSR konnte nie den gesamten Bedarf an Infanteriebewaffnung der DDR abdecken, so dass die DDR ab 1968 zu eigener Waffenproduktion nach sowjetischer Lizenz überging, genannt sei hier nur der legendäre VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk „Ernst Thälmann“ in Suhl.

 

 

 

Historische Originalbeschreibung: Berlin: Bereitschaftspolizei während des Einsatzes zur Durchsetzung der Grenzsicherungsmaßnahmen der DDR vom 13.8.1961. Am 22.8.1961 besuchte das Mitglied des Politbüros des ZK der SED, Prof. Albert Norden, eine Einheit der Bereitschaftspolizei im Grenzabschnitt Berlin-Treptow, um den Genossen für ihren Einsatz zu danken. Albert Norden (2.v.l. stehend) bei der Übergabe von Büchern. Veröffentlichung nur mit Genehmigung der Pressestelle des MDI –ADN-ZB-Hesse-23.8.1961. Namensnennung: Bundesarchiv, Bild 183-85690-0002 / Hesse, Rudolf / CC-BY-SA. Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Originaldatei ist hier zu finden.

1961: Die beiden VP-Offiziere links im Bild tragen entweder die P 08 oder die P 38. Beide Pistolentaschen sind zumindest äußerlich sehr ähnlich.  Die lange Version des Schlagstockes war für die VP-Bereitschaften (bis etwa 1991 auf dem Gebiet der ehemaligen DDR von der Bereitschaftspolizei weiter genutzt) vorgesehen, eine etwas kürzere gab es für die Schutzpolizei.   3)

 

 

 

 

Die Pistolentasche gleicht ihrem Wehrmachtsvorgänger, nur fehlt bei der WK 2-Ausführung der Lederschutz für den Magazinboden (links im Bild). Von den Pistolentaschen für die P 38 und die P 08 sind auch Ausführungen aus Kunstleder bekannt.

Rechte untere Abb.: Ministerium des Innern, 3. Quartal 1961, Herstellercode 1828 (Bisher unbekannt). Die MdI (auch MDI) -Stempelungen sind ebenfalls in Bekleidungs- und Ausrüstungsstücken der Kampfgruppen zu finden, da diese in die Befehls- und Ausbildungsstrukturen der jeweiligen Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei eingebunden waren und durch die dortige "Abteilung Bereitschaften/ Kampfgruppen" koordiniert wurden.

 

 

 

VP-Wachtmeister Horst Jagusch mit gezogener Pistole 08 etwa Ende der 50er Jahre. Bereits 1954 führte die DDR "wieder" die grüne Polizeiuniform ein.

 

 

Historische Originalbeschreibung: Berlin: Kampfgruppen während ihres Einsatzes zur Durchsetzung der Grenzsicherungsmaßnahmen der DDR vom 13.8.1961. - Batl.-Kdr.. Genosse Erich Franz verliest während eines Appells die Verpflichtung des Bataillons "stets einsatzbereit zu bleiben und die Kampfausbildung weiter zu erhöhen". - ". Urheber: ADN-ZB-Stöhr-24.8.1961. Namensnennung: Bundesarchiv, Bild 183-85701-0022 / Stöhr / CC-BY-SA. Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Originaldatei ist hier zu finden.

1961: Kampfgruppen-Bataillonskommandeur Erich Franz trägt die P 08.     3)

 

 

 

 

 

Pistolentasche für die Pistole M älterer Art um 1960/ 1961 mit von oben herablaufender Knöpflasche.

 

Historische Originalbeschreibung: Berlin: Kampfgruppen während ihres Einsatzes zur Durchsetzung der Grenzsicherungsmaßnahmen der DDR vom 13.8.1961. - Auszeichnung von Kämpfern für ihren hervorragenden Einsatz durch den Major der Volkspolizei, Rettig. Veröffentlichung nur mit Genehmigung der Pressestelle des MDI – Urheber: ADN-ZB-Stöhr-24.8.1961. Namensnennung: Bundesarchiv, Bild 183-85701-0021 / Stöhr / CC-BY-SA. Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Originaldatei ist hier zu finden.

1961: Major der VP Rettig trägt die Pistole M.        3)

 

 

 

Historische Originalbeschreibung: (13. August 1961) Der Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Heinz Hoffmann, überprüft den Einsatz der beteiligten Verbände.   5)

Pistolentasche mit der von oben nach unten verlaufenden Knöpflasche.

 

 

 

 

 

Die braune Ausführung der Pistolentasche für die Pistole M neuerer Art war bei der NVA und dem MfS für Berufsunteroffiziere und Offiziere vorgesehen (bei den Kasernierten Einheiten des MdI für Berufsunterführer und Offiziere). Die schwarze Ausführung trugen Soldaten im Grundwehrdienst und Unteroffizier auf Zeit (bei den Kasernierten Einheiten des MdI Wachtmeister im Wehrersatzdienst/ Grundwehrdienst und Unterführer auf Zeit) in Sonderverwendungen wie Panzerbüchsenschütze, Kraftfahrer, sowie auf Befehl zu gesonderten Einsätzen. Angehörige der VP-Kreisämter und Bezirksbehörden (etwa ab 1970er Jahre) sowie Angehörige der Zollverwaltung der DDR trugen etwa ab Mitte der 70er Jahre generell braune Pistolentaschen mit Koppelzeug.

 

 

Diese Tasche für die Pistole M wurde im 4. Quartal 1971 für das Ministerium für Staatssicherheit hergestellt.

 

 

Sommer 1985 auf dem TÜP II Belzig: Oberleutnant der VP Dirk Huthmann (3. Kp./20. VP-B Potsdam) trägt zum Felddienstanzug der 80er Jahre die Pistole M in der braunen Pistolentasche mit der von unten nach oben verlaufenden Knöpflasche am grauen Gurtkoppel. An der Stirnseite des Tisches ist der damalige Kommandeur der 20. VP-B Potsdam, Oberstleutnant der VP Peter Mohr zu erkennen.    2)