Drillichuniform 1967

Jacke

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Die steingraue Drillichjacke "Jacke der Ausbildungsuniform" wurde bereits 1956 mit Gründung der NVA für Soldaten und Unteroffiziere (bei der Deutschen Volkspolizei: für Wachtmeister und Unterführer, vermutlich zeitgleiches Aufkommen) eingeführt. Hier im Bild die spätere Ausführung mit vier Knöpfen zum Schließen der Jacke vom vierten Quartal 1967.  Aufgeschlauft sind die  Dienstgradabzeichen eines Anwärters der VP in der hellgrünen ungetarnten Variante der Volkspolizei-Bereitschaften. Die Ausbildungsuniform wurde im Sommer unter dem Kampfanzug getragen, an besonders warmen Tagen, auf Befehl, wurde unter dem Kampfanzug nur die Unterwäsche getragen. Im Winter wurde unter dem Kampfanzug die Ausbildungsuniform mit Pullover getragen.

 

60er Jahre vor dem "Aschenbecher" im Feldlager Belzig: Wachtmeister und Unterführer der 3. Volkspolizei-Bereitschaft Potsdam im Drillichanzug mit Jacken in der Ausführung mit vier Knöpfen zum Schließen. Die Anwärter und Unterwachtmeister der VP tragen sowohl die getarnte dunkelgrüne als auch die ungetarnte hellgrüne Ausführung der Polizeischulterstücke, befestigt mit den kleinen ungetarnten Aluminiumknöpfen.  Noch bis Anfang der 70er Jahre ist diese uneinheitliche Trageweise der Dienstgradabzeichen an der Felddienstbekleidung der Kasernierten Einheiten des MdI  feststellbar,  bei  der Felddienstbekleidung der Angehörigen der VP-Kreisämter und -Behörden sogar bis zum Ende der DDR.   2)

 

 

 

Ganz ähnlich wie bei den Modell-Vorgängern der Wehrmacht konnten die Ärmel aufgeknöpft und dann aufgerollt werden.

 

Zum Vergleich:

Dürften als Vorbild für die Jacken des NVA-Drillichanzuges gedient haben: Die Feldblusen der Deutschen Wehrmacht. Hier die von 1936 (links) und von 1940 (rechts). Bei dem 1940er Modell ist sehr gut der aufgeknöpfte Ärmel zu erkennen.   1)

 

Zurück zur Drillichjacke von 1967: Fertigungsmarke und Größe, eingestempelt in der rechten Innenseite. Hier die sg (sehr groß) 48 (mittlere Größe) 0 (ohne Bauch). Die Jacke war scheinbar für sehr große und schlanke Träger gedacht.

 

Hergestellt im vierten Quartal 1967 vom codierten Hersteller 1810. Bei der oberen Nummer  handelt es sich um die TGL-Nummer. Die Bedeutung der kleinen blauen 3 im unteren Bereich ist leider nicht bekannt. Stempelung in der linken Innenseite.

 

Wiederholung der Konfektionsgröße im Kragenschildchen.

 

Grau gekörnter Plasteknopf in der schon etwas dünneren Ausführung.

 

 

 

         

Links und Mitte: Soldaten des MSR 3 Brandenburg-Hohenstücken tragen 1962 bei der Hackfruchternte in Kyritz die ältere Ausführung der Drillichjacke mit fünf Knöpfen zum Schließen. Zeitgenössische Aufnahmen zeigen die steingraue Drillichjacke sowohl mit als auch ohne Kragenspiegel. Zum Arbeitsdienst konnten zur Drillichuniform auch Schnürschuhe, wie bei dem Mann links, befohlen werden.   1)   Rechte Abb.: Aus der DV 10/ 5.   6)