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Drillichuniformen

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Die Drillichuniformen bewaffneter Kräfte der ehemaligen DDR gab es während der Zeit ihrer Verwendung in verschiedensten Varianten und Trageweisen. Eine genaue Übersicht darüber ist eine Wissenschaft für sich und würde hier den Rahmen sprengen. Eine sehr gute und umfangreiche Übersicht über die verschiedenen Ausführungen findet man auf der Internetseite NVA-Museum Lübben.

Bei flächentarn-krauß werden hier vorrangig zwei Varianten der Ausführung von 1967 dargestellt.

 

 

 

Zur Vorgeschichte: Sie dürften als Vorbild für die NVA-Drillichanzüge gedient haben: Die Felduniformen der Deutschen Wehrmacht. Hier die von 1936 (links) und von 1940 (rechts). Bei dem 1940er Modell ist sehr gut der aufgeknöpfte Ärmel zu erkennen.   1)

 

 

Soldaten des Reserveausbildungsregimentes MSR-29 Prora (ab 1980 Hagenow) im August 1958 bei der Erntehilfe in Mecklenburg. Die Männer tragen gemäß Stoph-Befehl von 1956 die alten Uniformen, Koppel und Feldmützen der KVP noch auf. An einigen Drillich-Jacken sind noch die Schatten der abgetrennten KVP-Kragenspiegel zu erkennen. Die Infanterie-Schulterklappen sind bereits die der NVA. Schon ab Herbst 1958 war dann das Steingrau in der NVA dominierend.  1)

 

 

          

Links und Mitte: Soldaten des MSR 3 Brandenburg-Hohenstücken tragen 1962 bei der Hackfruchternte in Kyritz die ältere Ausführung der Drillichuniform mit der Jacke ohne Seitentaschen und mit fünf Knöpfen zum Schließen. Zeitgenössische Aufnahmen zeigen die steingraue Drillichjacke sowohl mit als auch ohne Kragenspiegel. Zum Arbeitsdienst konnten zur Drillichuniform auch Schnürschuhe, wie bei dem Mann links, befohlen werden.   1)   Rechte Abb.: Aus der DV 10/ 5.   6)

 

 

 

Drillichuniform 1967

Jacke und Hose der Nationalen Volksarmee

 

Drillichuniform eines Hauptfeldwebels der Mot.-Schützen der NVA von 1967. Der Dienstgrad hier Oberfeldwebel, die silbern umlaufende Litze an den Unterärmeln "Kolbenringe" machten den Träger dieser Uniform als Inhaber der Dienststellung Hauptfeldwebel, im Soldatenjargon "Spieß" genannt, kenntlich. Die Anrede lautete "Genosse Hauptfeldwebel". Dieser war für die Einhaltung der inneren Ordnung und den ordnungsgemäßen Ablauf des inneren Dienstbetriebes einer Kompanie verantworlich.

 

Die so genannten Kolbenringe finden sich auch schon an den Uniformen der Wehrmacht, nur waren diese als doppelt umlaufende silberne Litze gestaltet.

 

 

 

 

 

 

     Links: Herstellung der Jacke im 2. Quartal 1967.                              Rechts: Größe der Hose g 52-0, also eine große Größe 52 ohne Bauch.

 

 

 

 

 

 

 

Drillichuniform 1967

Jacke der Volkspolizei-Bereitschaft

 

 

Die steingraue Drillichjacke "Jacke der Ausbildungsuniform" wurde bereits 1956 mit Gründung der NVA für Soldaten und Unteroffiziere (bei der Deutschen Volkspolizei: für Wachtmeister und Unterführer, vermutlich zeitgleiches Aufkommen) eingeführt. Hier im Bild die spätere Ausführung mit vier Knöpfen zum Schließen der Jacke vom vierten Quartal 1967.  Aufgeschlauft sind die  Dienstgradabzeichen eines Anwärters der VP in der hellgrünen ungetarnten Variante der Volkspolizei-Bereitschaften. Die Ausbildungsuniform wurde im Sommer unter dem Kampfanzug getragen, an besonders warmen Tagen, auf Befehl, wurde unter dem Kampfanzug nur die Unterwäsche getragen. Im Winter wurde unter dem Kampfanzug die Ausbildungsuniform mit Pullover getragen.

 

Ganz ähnlich wie bei den Modell-Vorgängern der Wehrmacht konnten die Ärmel aufgeknöpft und dann aufgerollt werden.

 

   

 

Fertigungsmarke und Größe, eingestempelt in der rechten Innenseite. Hier die sg (sehr groß) 48 (mittlere Größe) 0 (ohne Bauch). Die Jacke war scheinbar für sehr große und schlanke Träger gedacht. Rechts die Wiederholung der Konfektionsgröße im Kragenschildchen.

 

Stempelung in der linken Innenseite: Hergestellt im vierten Quartal 1967 vom codierten Hersteller 1810. Bei der oberen Nummer  handelt es sich um die TGL-Nummer. Bei der kleinen blauen 3 im unteren Bereich handelt es sich vermutlich um eine Stempelung der Technischen Kontrollorganisation (TKO)

 

Grau gekörnter Plasteknopf in der schon etwas dünneren Ausführung.

 

 

 

 

 

60er Jahre vor dem "Aschenbecher" im Feldlager Belzig: Wachtmeister und Unterführer der 3. Volkspolizei-Bereitschaft Potsdam im Drillichanzug mit Jacken in der Ausführung mit vier Knöpfen zum Schließen. Die Anwärter und Unterwachtmeister der VP tragen sowohl die getarnte dunkelgrüne als auch die ungetarnte hellgrüne Ausführung der Polizeischulterstücke, befestigt mit den kleinen ungetarnten Aluminiumknöpfen.  Noch bis Anfang der 70er Jahre ist diese uneinheitliche Trageweise der Dienstgradabzeichen an der Felddienstbekleidung der Kasernierten Einheiten des MdI  feststellbar,  bei  der Felddienstbekleidung der Angehörigen der VP-Kreisämter und -Behörden sogar bis zum Ende der DDR.   2)

 

 

60er Jahre: Anwärter der VP der 3. oder 20. Volkspolizei-Bereitschaft Potsdam in der feldgrauen Drillichuniform mit vier Knöpfen zum Schließen (hier mit der hellen, ungetarnten Variante der Schulterstücke), grauem Dederon-Koppel, der oben offenen polizeigrünen Feldmütze und Feldflasche mit Filzbezug.   2)

 

60er Jahre: Anwärter der VP der 3. oder 20. Volkspolizei-Bereitschaft Potsdam in der feldgrauen Drillichuniform mit vier Knöpfen zum Schließen (hier mit der hellen, ungetarnten Variante der Schulterstücke), grauem Dederon-Koppel, Stahlhelm M 56 und umgehängter MPi-K. Die Ärmel sind hier nach oben aufgerollt.  2)

 

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